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Was ist Inklusion?

Darstellung der Begriffe Inklusion, Exklusion, Integration
Quelle: Aktion Mensch

Inklusion ist ein lateinisches Wort und bedeutet "Enthaltensein". Man könnte auch sagen, Menschen mit Behinderung sollen "mittendrin dabei sein" und über sich selbst bestimmen können. Sie sollen – wie jede und jeder andere auch – in der Gesellschaft mitmachen. Das nennt man Selbstbestimmung und Teilhabe. Beides gehört zur Inklusion dazu.

Inklusion zeigt sich zum Beispiel darin, dass Kinder mit und ohne Behinderung auf dieselbe Schule gehen können. Oder darin, dass Gebäude heutzutage barrierefrei gebaut werden. Eine Barriere ist ein Hindernis – barrierefreie Häuser bieten Rollstuhlrampen, Aufzüge, Beschriftungen in Blindenschrift und vieles mehr. Es geht aber auch darum, dass Menschen gemeinsam Sport machen, Bands gründen oder politische Entscheidungen treffen können. Der LVR sorgt zum Beispiel dafür, dass Menschen mit Behinderung eine Arbeit finden und möglichst selbst für sich sorgen können.

Auf dem Bild oben seht ihr, was die unterschiedlichen Begriffe bedeuten: In einer exklusiven Gesellschaft stehen die Menschen, die anders sind als die Mehrheit, außen und können nicht teilhaben. Noch vor einigen Jahren sprach man von Integration: Die Idee war, dass Menschen mit Behinderung zwar in die Gesellschaft geholt werden, sie sich dort aber anpassen müssen. Der modernere Begriff lautet Inklusion: Menschen mit und ohne Behinderung leben miteinander und alle Gruppen stellen sich aufeinander ein.

Die UN-Behindertenrechtskonvention

Fahnen verschiedener Länder vor einem Gebäude der Vereinten Nationen
Fahnen vieler Länder wehen vor dem Gebäude der Vereinten Nationen. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Menschenrechte gelten für ALLE Menschen. Menschenrechte sind zum Beispiel:

Das Recht auf Selbstbestimmung, das heißt, alle dürfen selbst entscheiden, was sie tun, was sie mögen, wie sie sich kleiden, welcher Religion sie angehören.

Das Recht auf freie Meinungsäußerung. In unserer Gesellschaft darf jede und jeder sagen, was er oder sie denkt.

Kinder haben sogar das Recht auf Freizeit und Spiel. Sie sollen nicht nur zur Schule gehen und lernen dürfen, sondern sich auch erholen und entfalten können.

Menschen mit Behinderung haben natürlich die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen. Trotzdem geht es ihnen oft schlechter. Das ist ungerecht und muss sich auf der ganzen Welt ändern. Darum haben viele Länder einen Vertrag geschrieben.

Dieser Vertrag heißt „UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung“. Die UN hat diesen Vertrag geschrieben. UN ist Englisch und die Abkürzung für die Vereinten Nationen. Die Vereinten Nationen sind ein Zusammenschluss von 192 Ländern. Sie machen zusammen Politik und setzen sich für die Menschenrechte ein. Die Vereinten Nationen passen also darauf auf, dass es Menschen auf der ganzen Welt gut geht – zum Beispiel auch Menschen mit Behinderung. Der Vertrag beinhaltet darum wichtige Regeln, an die sich die Länder halten müssen.